Förderantrag
Die Schober-Stiftung vergibt auf Antrag Fördermittel in erster Linie für Projekte mit regionalem Bezug. Als Hilfe bei der Formulierung Ihres Antrags finden Sie hier einen Leitfaden zum Download.
Projektauswahl
Seit 2004 hat die Stiftung eine große Vielfalt von Projekten zur Hospiz- und Palliativversorgung unterstützt. Wir konnten dabei auf Spendengelder von über eine Millionen Euro zurückgreifen. Das Geld wurde u.a. wie folgt eingesetzt. Weitere Förderungen finden Sie unter dem Menüpunkt Jahresbriefe.

Forschungsprojekt „SorgeUni“
23.03.2026 - Wie gehen Studierende und Uni-Beschäftigte mit schwerer Krankheit, Sterben, Tod und Trauer im Hochschulalltag um? Dieser Frage will das Forschungsprojekt „Auf dem Weg zur Sorgenden Universität“ nachgehen. An den Universitäten Köln und Münster werden qualitative Interviews mit einer Online-Befragung kombiniert, um Erfahrungen und Unterstützungsbedarfe sichtbar zu machen. Erstmals soll so in Deutschland eine empirische Grundlage für das Konzept der „Compassionate University“ geschaffen werden – als Beitrag zum Aufbau einer „Caring Community“, also einer sorgenden Gemeinschaft.
Deutschlandweiter Notfallausweis
23.02.2026 - Eine alltägliche Erfahrung in der Altenhilfe, Notfall- und Palliativmedizin: In akuten Notfallsituationen ist eine bestehende Patientenverfügung oft nicht verfügbar oder zu umfangreich, um schnelle Entscheidungen zu ermöglichen. Die Folge sind ungewollte Übertherapien (etwa Krankenhauseinweisungen entgegen dem Patientenwillen) oder Unterversorgungen. Bundesweit entstanden so rund 100 unterschiedliche Notfallausweise - und ein Flickenteppich. Die Stiftung leistet daher eine Anschubfinanzierung für das Projekt „Deutschlandweiter Notfallausweis“. Ziel ist ein bundesweit einheitlicher, anerkannter Ausweis, der den Patientenwillen klar und sofort erfassbar dokumentiert. Federführend für dieses Forschungsprojekt sind das Palliativzentrum der Uniklinik Düsseldorf und die Charité Berlin. Mehrere Ministerien und medizinische Fachgesellschaften sind eingebunden.
Aromapflege im Hospizhaus Tecklenburger Land
23.02.2026 - Vertreter der Schober-Stiftung besuchten erstmals das 2022 eröffnete Hospizhaus Tecklenburger Land in Ibbenbüren. Hier betreut ein Pflegeteam Menschen in ihrer letzten Lebensphase, wenn eine Versorgung zu Hause nicht mehr möglich ist. Die Stiftung fördert die zweijährige Fachweiterbildung einer Pflegefachkraft zur Expertin für Aromapflege. Ziel ist es, Aromapflege als festen, qualitätsgesicherten Bestandteil der hospizlichen Begleitung zu etablieren. Durch den gezielten Einsatz ausgewählter ätherischer Öle, Hydrolate und Sprays können körperliche und seelische Leiden gelindert sowie das Wohlbefinden gesteigert werden. Frau Spenthof: „Gerne gebe ich mein neu erworbenes Wissen im Team weiter, sodass alle von meiner Weiterbildung profitieren können.“
Nachgefragt: ALS Home Care
19.02.2026 – Der frühe Tod des US-Schauspielers Eric Dane hat die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) erneut ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Die bislang unheilbare Erkrankung führt zu fortschreitenden Muskellähmungen und meist innerhalb weniger Jahre zum Tod. Die Stiftung förderte 2020 die wissenschaftliche Begleitung des Pilotprojekts „ALS Home Care“. Ziel ist eine umfassende palliative Versorgung von Betroffenen in ihrem häuslichen Umfeld durch ein multiprofessionelles spezialisiertes Team – von der Diagnose bis zum Lebensende. Der Abschlussbericht liegt nun vor, Ergebnisse sind publiziert. Wir freuen uns, dass dieses bereits zweifach ausgezeichnete Projekt als „KompASS ALS“ weitergeführt wird. Langfristiges Ziel ist die Überführung in die Regelversorgung.

Musiktherapie am Ende des Lebens
19.01.2026 - Musik ist eine universelle Sprache. Sie erreicht selbst Menschen, die auf Sprache nicht reagieren. Sie schafft Zugang zu unserer Seele, kann beruhigen oder anregen, Erinnerungen und Gefühle wecken, trösten, Beschwerden lindern. Seit eineinhalb Jahren kommt daher der Musiktherapeut Gustav von Blanckenburg zweimal in der Woche auf die Palliativstation des St. Franziskus-Hospitals. Wie schon zu Beginn des letzten Jahres konnte die Schober-Stiftung erneut eine zweckgebundene Spende in Höhe von 1.000 € übergeben. Die Station will damit ein neues Musikinstrument anschaffen.

Palliative Care Weiterbildung für zwei Altenpflegekräfte in Münster
16.12.2025 - Im Haus Heidhorn, einem Seniorenpflegeheim der Alexianer im Hiltruper Süden, stand ein Besuch und Austausch im Zeichen der Weiterentwicklung palliativer Versorgung in der Altenhilfe. Die idyllisch im Grünen gelegene Einrichtung bietet 52 Seniorinnen und Senioren ein Zuhause, darunter einen eigenen Wohnbereich für Menschen mit Demenz. Die Stiftung fördert hier die berufsbegleitende Weiterbildung einer Pflegefachkraft im Bereich Palliative Care, ebenso wie im Achatius-Haus in Münster-Wolbeck. Der 160-stündige Kurs findet beim langjährigen Kooperationspartner Palliativnetz Münster statt. Die Einrichtungsleiterin Melanie Musik betont: „Wir möchten unsere Fachexpertise weiter stärken, um unsere Bewohner auch am Lebensende bestmöglich zu versorgen.“
Benefizkonzert "... als flögen wir davon ..."
13.11.2025 - Unter der musikalischen Leitung von Jan Croonenbroeck und Alexander Toepper gastierte das Vokalensemble SEICENTO VOCALE in der Kirche St. Sebastian in Münster-Nienberge, maßgeblich ermöglicht von der Schober-Stiftung. Mit seinem neuen Programm “… als flögen wir davon …” mit geistlichen Vokalmotetten des Frühbarock nähert sich das Ensemble der Frage, welche Musik und Gedanken uns auf dem Weg in eine andere jenseitige Welt begleiten. Das zugewandte Auditorium zeigte sich von dem hohen sängerischen Niveau der jungen, professionellen Musizierenden begeistert. Diese waren nur wenige Stunden vor dem Konzert für ihre CD “Friedensrufe” für den International Classical Music Award 2026 nominiert worden.
Patientenverfügung in leichter Sprache
24.09.2025 - Aus der praktischen Arbeit mit den ihnen anvertrauten Menschen mit Beeinträchtigungen haben die AlexPaTen (die Alexianer-Palliativ-Teammitglieder) eine Patientenverfügung in leichter Sprache entwickelt. Ergänzt wird sie um einen mit dem Palliativnetz Münster abgestimmten Notfallbogen. Beide Verfügungen im Rahmen der gesundheitlichen Vorsorgeplanung wurden überarbeitet; das Ergebnis sehen sie hier. Gerne haben wir mit Rat und Tat dieses sinnvolle Projekt unterstützt und die Druckkosten übernommen.
Erweiterung der Palliativstation in Dülmen
03.09.2025 - Auf der Palliativstation der Christophorus Kliniken in Dülmen konnten zwei neue Patientenzimmer eingeweiht werden. Damit verfügt die Station, die sich in direkter Nachbarschaft zum Anna Katharina Hospiz befindet, nun über insgesamt acht Palliativzimmer. Die Schober-Stiftung hatte eines der beiden neuen barrierefreien Bäder finanziert. Dr. Christian Deiters (Ärztliche Leitung) und Sabina Berdys (Pflegerische Leitung) freuen sich besonders, dass die neue Nasszelle auch über einen Sauerstoffanschluss verfügt. Durch eine zusätzliche Tür zum Flur hin kann das Bad bei Bedarf auch von anderen Patienten auf der Station genutzt werden kann.
2. Summer School der „AG Junge DGP“
13.08.2025 - Auch die 2. Summer School fand in Münster statt. Aus ganz Deutschland kamen 34 palliativbewegte junge Menschen zusammen: Berufsanfänger, Auszubildende und Studierende aus den Bereichen Medizin, Pflege, Logopädie, Soziale Arbeit, Psychologie, Theologie, auch Ehrenamtliche. Fünf Tage lang konnten sie sich weiterbilden, austauschen und vernetzen. Eine Teilnehmerin: "Wir hatten eine sehr inspirierende, informative, kommunikative, interprofessionelle und natürlich sehr schöne Zeit in Münster." Palliativmedizin hat Zukunft!
Hier geht es zum offiziellen Abschlussbericht.
Autorenlesung im Bocholter Hospiz
27.06.2025 - Im Edith Stein Hospiz in Bocholt las Roland Schulz aus seinem Buch “So sterben wir. Unser Ende und was wir darüber wissen sollten”. Das sorgfältig recherchierte Sachbuch wurde 2019 zum Wissensbuch des Jahres gewählt. Etwa 80 Menschen hörten gebannt zu, wurden mitgenommen auf diese letzte aller Reisen - vom Beginn der Sterbens über den Tod und die Bestattung bis zur Trauer danach. Der SZ-Magazin-Autor näherte sich dem oft tabuisierten Thema gleichermaßen lebendig und nüchtern, praxisnah und einfühlsam.
Keynote Lecture „Palliative 2.0 und Caring Community”
11.06.2025 - Anlässlich ihres 10-jährigen Jubiläums lud die Zentrale Einrichtung Palliativmedizin am Universitätsklinikum Münster und der Medizinischen Fakultät in Zusammenarbeit mit der Schober-Stiftung zu einer Keynote Lecture ein. Prof. Dr. Roman Rolke (Direktor der Klinik für Palliativmedizin, Uniklinik Aachen) sowie Frau Veronika Schönhofer-Nellessen (Leiterin des Bildungswerkes und der Servicestelle Hospiz, Aachen) gaben praxisnahe Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Palliativmedizin und stellten das Konzept der „Caring Community“ vor. Ziel dieses gesellschaftlichen Ansatzes ist es, eine Kultur des "Füreinander-Daseins" zu etablieren, in der Nachbarschaftshilfe, ehrenamtliches Engagement und professionelle Versorgung Hand in Hand gehen.
Weiterbildung in Palliative Care im Altenwohnheim
24.04.2025 - Zwei Pflegefachkräften des St. Josef-Stift, einem Altenheim in Emsdetten, ermöglicht die Stiftung eine Weiterbildung in Palliative Care. Die Leitung hat bereits vor Jahren das Konzept ,,Begleitung der Bewohner und deren Zugehörigen am Lebensende, unter palliativen und hospizlichen Fragestellungen im Altenpflegeheim St. Josef“ entwickelt. Ein inzwischen mehrköpfiges Palliativteam möchte das Lebensende der Bewohnerinnen und Bewohnern würde- und respektvoll gestalten und auf individuelle Wünsche erfüllen. Die berufsbegleitende, sechsmonatige Weiterbildung findet in Münster an der Fachhochschule und im Palliativnetz statt.
Hospizzimmer bei den Alexianern
24.01.2025 - Auf dem Alexianer-Campus in Amelsbüren wurde ein Hospizzimmer eingerichtet. Bereits 2014 hatten engagierte Mitarbeiter das Alexianer Palliativ-Team gegründet. Diese AlexPaTen möchten die Menschen mit Behinderungen, die oftmals ihr ganzes Erwachsenenleben auf dem Campus verbringen, auch am Lebensende in ihrem Zuhause, also in ihrer jeweiligen Wohngruppe, begleiten. Dabei stehen die Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner im Fokus. Auch die Betreuenden in den Wohngruppen werden gestärkt. Aus dieser Arbeit heraus entstand der Wunsch nach einem Hospizzimmer auf einer Station mit Nachtwache, falls eine Betreuung in der Wohngruppe nicht mehr möglich ist. Hier stehen nun alle notwendigen Hilfsmittel zur Verfügung, und das Zimmer ist groß genug, damit auch Zugehörige und die AlexPaTen die Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten können.
Kunstaktion "Before I die"
09.10.2024 - “Before I die” ist ein globales Kunstprojekt, das die Schober-Stiftung bereits 2020 nach Münster geholt hat. Coronabedingt musste die Mitmachaktion kurzfristig abgebrochen werden. Zum 20-jährigen Bestehen der Schober-Stiftung gab es in Kooperation mit dem Kirchenfoyer eine Neuauflage. Am 9. Oktober hat Oberbürgermeister Markus Lewe die Aktion eröffnet; bis Samstag, dem 12. Oktober (Welthospiztag) standen vier große Tafeln am Lambertikirchplatz. Mit bunter Kreide konnten Passanten den Satz “Bevor ich sterbe, möchte ich …” mit ihren eigenen Gedanken, Wünschen und Träumen ergänzen. Der Radiosender Antenne Münster, die Pressestelle des Bistums Münster sowie die WDR-Lokalzeit Münsterland (ab Minute 07:00 h) haben berichtet.

Symposium „Neurologische Palliativmedizin“ am UKM
09.07.2024 - Die Palliativversorgung beschränkt sich nicht auf Menschen mit unheilbaren Krebserkrankungen. Vielmehr spielt sie auch bei einer Vielzahl von Erkrankungen des Nerven- und Muskelsystems eine wichtige Rolle. Um deren bestmögliche Behandlung ging es beim wissenschaftlichen Symposiums "Neurologische Palliativmedizin" im Juni 2024 am Universitätsklinikum Münster (UKM). Anlass war die Frühjahrssitzung der gleichnamigen Kommission der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Münster. 2023 hatte sie dazu eine neue S2k-Leitlinie veröffentlicht. Die Schober-Stiftung unterstützte die Veranstaltung und ermöglichte so einen intensiven Erfahrungsaustausch über Fächergrenzen und Berufsgruppen hinweg.
Palliativstation Dülmen: Neubau eines Patientenbades
23.05.2024 - In Dülmen, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Anna-Katharina-Hospiz, gibt es seit 2006 eine Palliativstation der Christophorus Kliniken. Diese wird von sechs auf acht Zimmer erweitert. Um den schwerstkranken Patienten das Aufsuchen von WC und Duschmöglichkeit auf der gegenüberliegenden Flurseite zu ersparen, fördert die Schober-Stiftung den Bau eines behindertengerechten Bades mit Wohlfühlatmosphäre. So werden auch in der letzten Lebensphase Intimsphäre und Autonomie bewahrt.
Sterbe- und Trauerbegleitung in der Kolping Bildungsstätte Coesfeld
24.04.2024 - Die Begleitung trauernder Menschen ist zentraler Bestandteil hospizlicher Arbeit. Die Kolping Bildungsstätte Coesfeld bietet seit 2009 unterschiedliche Fortbildungen im Tätigkeitsfeld Trauerbegleitung an, unter anderem auch die neunteilige „Große Basisqualifikation“ gemäß den Standards des Bundesverbandes Trauerbegleitung (BVT). Weit über 100 engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten seitdem qualifiziert werden. Durch eine Zuwendung der Schober-Stiftung konnte der Fortbestand dieses Fortbildungsangebotes auch für die kommenden Jahre gesichert werden.

Palliativmedizinische Begleitung von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH)
08.04.2024 - 90% aller durch Palliative Care betreuten Menschen sind onkologisch erkrankt. Häufigste Todesursache in Deutschland sind jedoch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese sind bisher palliativmedizinisch eher unterbeachtet. Eine wissenschaftliche Studie der Universitätsmedizin Münster nimmt insbesondere Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern (EMAH) in den Blick. 1 von 100 Kindern kommt mit einem Herzfehler zur Welt. Viele von ihnen erreichen dank großer medizinischer Fortschritte das Erwachsenenalter. Gleichwohl sind Lebensqualität und Lebenserwartung häufig eingeschränkt. Das UKM hat mit seinem bundesweit ersten EMAH-Kompetenzzentrum einen großen Erfahrungsschatz. Ziel des Projekts ist, alle EMAH-Patienten individuell bestmöglich, also auch palliativmedizinisch, zu begleiten.
Qualifizierung zur Kursleitung Palliative Care
13.02.2024 - Hallo! Wir sind Michaela Bayer und Sara Loy, Krankenpflegerinnen auf einer Palliativstation in München und die Gesichter hinter dem Instagram-Profil @elsa.palliative.care. Hier teilen wir Informationen über Palliativmedizin, Tipps für die Versorgung schwer kranker Menschen und unsere persönlichen Erfahrungen. Die Tabuthemen Sterben, Tod und Trauer sollen mehr in die Gesellschaft gerückt werden, weil sie jeden Menschen betreffen.
Es ist uns wichtig, unser Wissen zu erweitern und unsere Erfahrung weiterzugeben. Aktuell qualifizieren wir uns zu Leiterinnen für Palliative Care Kurse. Hierfür übernimmt die Schober-Stiftung dankenswerterweise die Kosten.
Einen kleinen Einblick in unseren Alltag zeigt der ARD-Film Die Influencerinnen von der Palliativstation.
Weiterbildung für Musiktherapeuten
30.01.2024 - Der Musiktherapeut Coskun Özdemir ist seit mehr als 15 Jahren u.a. auf der Palliativstation der Raphaelsklinik Münster tätig und bringt Lebensfreude ans Krankenbett. Sein Wunsch nach einer einjährigen berufsbegleitenden Weiterbildung „Palliativpsychologie - Palliative Care für Psychologen“ konnte mithilfe der Stiftung erfüllt werden.

„EntMedPall“ der Universitätsmedizin Münster
26.01.2024 - Ihre Entlassung aus dem Krankenhaus sehnen die meisten Schwerkranken herbei - und haben gleichzeitig Ängste: „Wird die Versorgung zuhause gelingen?“. An dieser Schnittstelle zwischen stationärer und ambulanter Behandlung, setzt das Projekt „EntMedPall“ an. Eine Apothekerin soll die Entlassmedikation palliativer Patienten sowohl mit den Ärzten des UKM als auch mit den Hausärzten, dem Palliativnetz und den Hausapotheken absprechen und vor allem auch die Patienten informieren: „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apothekerin.“ So kann der für alle Beteiligte belastende Drehtüreffekt, also der wiederholte Wechsel von Entlassung und Wiederaufnahme, vermieden werden. Das Projekt wird im Rahmen einer Studie wissenschaftlich begleitet.
Aroma-Pflege im Hospiz Haus Hannah in Emsdetten
12.01.2024 - "Solange wir atmen, riechen wir“ - so der Titel der Novembervorlesung 2019, gehalten vom „Riechpapst“ Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt. Seine Forschungen haben wesentlich zum Verständnis der Wirksamkeit der Aromatherapie beigetragen. Natürliche Öle und Essenzen helfen, Beschwerden wie Übelkeit, Hautirritationen, Schlafstörungen, Verspannungen, Atemnot oder Schmerzen zu lindern. Die Schober-Stiftung ermöglichte einer Pflegekraft im Hospiz Haus Hannah eine Ausbildung zur Expertin für Aromapflege. „Eine sehr wirksame Ergänzung in der Palliativpflege“, so Andrea Upmann.
Weitere Informationen (PDF)
Quelle: Emsdettener Volkszeitung, ev-online.de/ vom 13.04.2024, Inhalte sind urheber- und nutzungsrechtlich geschützt.

Küche für die Palliativstation in Warendorf
14.12.2023 - Die Stiftung hat eine neue Küchenzeile auf der Palliativstation im Josephs-Hospital Warendorf gefördert. Notwendig wurde diese Investition, weil mit der Fertigstellung des neuen Bettenhauses die Palliativstation verlegt und die Kapazität auf 8 Betten erhöht wurde. Die große, helle Wohnküche wird zum einen genutzt als Begegnungsstätte für Patienten und Angehörige, zum anderen für Sitzungen des multidisziplinären Behandlungsteams. Diese Einrichtung ist nach wie vor die einzige Palliativstation im Kreis Warendorf. Wir unterstützen auf diese Weise die palliativmedizinische Versorgung für insgesamt ca. 280.000 Einwohner.
Weitere Informationen:
www.wn.de/muensterland/kreis-warendorf/warendorf/grossspenden-unterstuetzen-das-projekt-palliativstation-2883862?npg=
Theaterstück "Oskar und die Dame in Rosa" in Ibbenbüren
15.10.2023 - Anlässlich des Welthospiztages 2023 hatte der Hospizverein Ibbenbüren zu einer Theateraufführung eingeladen. Das Thiele-Neumann-Theater aus Osnabrück führte das Stück "Oskar und die Dame in Rosa" des französischen Schriftstellers Eric-Emmanuel Schmitt auf. Es erzählt, nicht ohne Humor, die berührende Geschichte eines unheilbar an Leukämie erkrankten Jungen, der mithilfe einer ehrenamtlichen Begleiterin eine neue Sichtweise auf seine Krankheit und sein Leben gewinnen kann. Die Schober-Stiftung konnte eine Finanzierungslücke schließen.
Weitere Informationen:
www.hospiz-ibbenbueren.de/wir-fuer-sie/besondere-aktionen/
Künstlerische Gestaltung des Edith Stein Hospizes in Bocholt
12.10.2023 - Anfang Oktober 2023 wurde das Edith Stein Hospiz in Bocholt eröffnet. Die Schober-Stiftung förderte die künstlerische Gestaltung der acht Gäste- und zwei Angehörigenzimmer sowie des Wohn-Essbereichs. Im Treppenhaus wurde ein Mobilé der Künstlerin Annette Raabe aus Havixbeck installiert. Das neue Hospiz schließt eine Lücke in der Versorgung mit stationären Hospizplätzen im westlichen Münsterland. Träger sind die Hospiz Stiftung OMEGA Bocholt und die bischöfliche Stiftung Haus Hall.
Weitere Informationen:
www.edith-stein-hospiz.de/schober-stiftung-besucht-edith-stein-hospiz/
Arzneimittelinformation Palliativmedizin
10.07.2023 - Eine gute medikamentöse Versorgung von Menschen in der letzten Lebensphase gestaltet sich nicht selten schwierig. Wirkstoffe, die gegen ein Symptom helfen, vertragen sich womöglich nicht mit anderen Wirkstoffen, die eine zu versorgende Person wegen weiterer Beschwerden benötigt. Hier kann die Anlaufstelle „Arzneimittelinformation Palliativmedizin“ am LMU-Klinikum München helfen. Alle in der Palliativmedizin tätigen Berufsgruppen können sich dort bei komplexen Fragestellungen per E-Mail oder per Telefon individuell, zeitnah und kostenfrei Rat holen.
AG Hospiz- und Palliativversorgung Münster
Seit 2008 besteht dieses Netzwerk, das alle Akteure der Stadt im hospizlich-palliativen Bereich regelmäßig zusammenbringt. Betroffenen und ihren Angehörigen bietet es eine Anlaufstelle für Information und Beratung. Auch werden gemeinsame Aktionen durchgeführt, so mit der Stadt Münster die Unterzeichnung der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland" oder die Erstellung der Broschüre "Leben bis zuletzt". Hier bringt sich die Schober-Stiftung seit vielen Jahren durch aktive Mitarbeit und finanzielle Unterstützung ein, zuletzt 2023 bei der Einstellung einer Koordinationskraft.
Download:
Broschüre (PDF)
Erste Summer School junger Mitglieder der DGP
Vom 23. bis zum 27. August 2023 richtete die AG Junge DGP der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin erstmals eine Summer School aus - in Münster, im Franz Hitze Haus. Die Leitung hatte unser Vorstandsmitglied Prof. Philipp Lenz, Leiter der Palliativmedizin am Universitätsklinikum Münster. Aus ganz Deutschland fanden sich Auszubildende, Studierende und "Young Professionals" verschiedenster Berufsgruppen zusammen, um gemeinsam zu lernen, sich auszutauschen und zu vernetzen.
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Angehörigengruppe in der Kinderklinik am Clemenshospital in Münster
In der Kinderneurologie am Clemenshospital wurde die Gründung einer Angehörigengruppe gefördert. Hat ein Kind eine schwere Hirnschädigung erlitten, zum Beispiel durch einen Unfall, bricht für die Familie oft die Welt zusammen. In dieser Phase der Trauer, noch während das Kind auf der neurologischen Intensiv- oder Frührehabilitationsstation liegt, bietet die Psychologin Eugenia Bozer den Eltern wöchentlich ein Forum an für Informationen, Unterstützung und Austausch.
Weitere Informationen:
www.dein-ms.de/angehoerigengruppe-gegruendet
www.clemenshospital.de/unternehmen/aktuelles/aktuell/wie-ein-rettungsring
Palliativstationen und Hospize
Orte von Zuwendung und Geborgenheit
Wir fördern Palliativstationen und Hospize in Münster und Umgebung. Für schwer erkrankte Menschen sind sie vor allem ein Ort von Zuwendung und Geborgenheit. Schmerzen und belastende Symptome können hier gemildert oder beseitigt werden. Patienten, Gäste und Angehörige erhalten Begleitung und Unterstützung auch auf dem letzten Abschnitt des Lebensweges. Pflege-Teams werden u. a. durch Supervisionen sowie Fort- und Weiterbildungen qualifiziert.
Clinical Palliative Care in der Ukraine
07.07.2022 - Das Johannes-Hospiz Münster pflegt seit 2017 eine Kooperation mit dem Regional Clinical Palliative Care Center in Iwano-Frankiwsk (Westukraine). Unter Kriegsbedingungen bestehen im Versorgungs- und im Bildungsbereich Defizite und ein hoher Bedarf an Ausgleich. Gerade hier erfolgte die Unterstützung durch die Stiftung: ein Pflegekurs, ein ambitioniertes Buchprojekt zum Thema „Ernährung am Lebensende“, ein Seminar zum Umgang mit Traumatisierung in der palliativen Begleitung sowie die Realisierung einer Informationsbroschüre zu Hospizeinrichtungen in der Ukraine.
Hospizarbeit für Ukraine-Flüchtlinge
17.10.2022 - "Sterbebegleitung fern der Heimat" ist das Thema unseres zweiten Ukraine-Hilfeprojekts. Die meisten Geflüchteten kommen zunächst nach Berlin; hier wurden bisher etwa 350.000 Menschen erstversorgt. Diese werden weiter auf die einzelnen Länder verteilt - es sei denn, sie sind nicht transportfähig. Diesen schwerstkranken Menschen und ihren Familien widmen sich die Malteser Berlin. Sie haben eine langjährige Erfahrung in der Palliative Care, unterhalten seit 2004 - einmalig in Deutschland - auch einen russischsprachigen Hospizdienst. Hier engagieren sich russischsprachige Ehrenamtliche verschiedener Völker und Nationen. Diese werden ausgebildet, geschult und begleitet.
Forschungsprojekt ZuPaMEN
21.12.2022 - Warum sind Menschen mit Migrationshintergrund bei palliativ versorgten Patientinnen und Patienten unterrepräsentiert? Und wie kann ihnen ein niedrigschwelliger und gezielterer Zugang ermöglicht werden? Diesen Fragen widmet sich das Forschungsprojekt ZuPaMEN - „Zugang zu Palliativversorgung von muslimischen Eingewanderten und ihren direkten Nachkommen in Deutschland - Möglichkeiten, Hindernisse, Vorbehalte“. Florian Bernhardt, Doktorand der Medizin, hat mit Prof. Philipp Lenz, ärztlicher Leiter der Zentralen Einrichtung Palliativmedizin am Uniklinikum Münster, bisher über 30 Interviews mit Musliminnen und Muslimen geführt.
26.08.2024 - Die Ergebnisse der Studie sind in der Zeitschrift für Palliativmedizin veröffentlicht.
Eine gute Nachricht
Das Projekt „Homecare ALS - früh einsetzende, ambulante, spezialisierte Versorgung von Menschen mit amyotropher Lateralsklerose durch ein multiprofessionelles Team“ - wurde beim Mitgliedertag 2021 der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin mit einem 1. Preis ausgezeichnet. Die Schober-Stiftung fördert die wissenschaftliche Begleitung seit 2020.
Weitere Informationen:
www.dgpalliativmedizin.de/dgp-aktuell-2021/deutsche-gesellschaft-fuer-palliativmedizin-verleiht-erste-preise-an-palliativlotsin-und-homecare-als
Kunstaktion „Before I die“
„Before I die“ ist ein globales Kunstprojekt. Ihren Ursprung hat die Aktion bei der US-amerikanischen Künstlerin Candy Chang. Nachdem sie einen geliebten Menschen verloren hatte, schrieb sie an die Wand eines verlassenen Hauses in New Orleans den Satz „Before I die I want …“ und initiierte damit die Aktion „Bevor ich sterbe, möchte ich …“. Viele Menschen ergänzten den Satz um ihre eigenen Gedanken. Seither gab es weltweit über 5.000 Tafelwände in mehr als 78 Ländern und 35 Sprachen, so auch in mehreren deutschen Städten. Die Schober-Stiftung holte diese Mitmachaktion im November/Dezember 2020 nach Münster, auf den Lambertikirchplatz und zum ökumenischen Cityadvent in die Überwasserkirche und die Apostelkirche. Grußworte der damaligen Regierungspräsidentin Dorothee Feller, jetzt Ministerin für Schule und Bildung des Landes NRW, vom damaligen Oberbürgermeister Markus Lewe, Maria Klein-Schmeink MdB (jetzt a.D,) und Christoph Strässer, ehem. MdB und Präsident Preußen Münster, begleiteten die Aktion.
Laden Sie die Broschüre "Before I die" hier herunter.
Leitfaden für Eltern - Abschied nehmen
Aus der praktischen Arbeit am Universitätsklinikum Münster mit schwerstkranken Kindern ist die von uns geförderte inzwischen 3. Auflage der Broschüre "Abschied nehmen - Leitfaden für Eltern, deren Kind stirbt" entstanden. Sie können diese Broschüre über kontakt@schoberstiftung.de beziehen.

Bilderbuch "Mats & Opa"
Auf dem Buchrücken lesen wir: "Plötzlich ist alles anders. Wir waren eine ganz normale Familie - bis zu dem Tag, als der Tod an unsere Tür klopfte. Wie spricht man mit seinem Kind über das Sterben, wenn nicht nur der Opa an einer tödlichen Krankheit leidet, sondern das Kind selbst genauso betroffen ist? Dies ist eine wahre und sehr persönliche Geschichte. Sie soll Betroffenen und allen Menschen in ausweglos erscheinenden Situationen Trost spenden." Maike Wöhrmann, Mutter von Mats und Tochter von Opa, hat den Text geschrieben und die Bilder dazu gemalt. Wolfgang Hölker hat das Bilderbuch im Coppenrath-Verlag (2015) liebevoll umgesetzt, die Schober-Stiftung ermöglichte den Druck.
Palliativmedizin zieht in den Lehrplan ein
Die Palliativmedizin als Querschnittsfach ist erst seit 2013 Pflicht- und Prüfungsfach im Medizinstudium. Neben der kurativen Medizin, die die Heilung von Krankheiten zum Ziel hat, sollen die Studierenden in der palliativen Medizin lernen, wie belastende Symptome wie Schmerzen oder Übelkeit gelindert und die Lebensqualität in der letzten Lebensphase verbessert werden kann.
In Münster gelang der Start in die Ausbildung mit Unterstützung durch die Schober-Stiftung. Es begann 2011 mit einer Ringvorlesung an der Medizinischen Fakultät. Diese fand ihren Niederschlag im Lehrbuch “Integrierte Palliativmedizin”. Seitdem ist Palliativmedizin eine Pflichtfach für alle zukünftigen Ärztinnen und Ärzte.
Weitere Informationen:
https://www.medizin.uni-muenster.de/fakultaet/news/begleitung-bei-unheilbaren-krankheiten-palliativmedizin-zieht-in-den-lehrplan-ein-vorbereitende-ringvorlesung.html
Trauerbegleitung im palliativen Kontext
Der Mensch ist einzigartig in seinem Wesen, in seinem Leben, in seinem Sterben - und in seiner Trauer. Bereits 2006 hat die Schober-Stiftung die Anschubfinanzierung für das Trauercafé am Johannes-Hospiz in Münster geleistet. In den Folgejahren förderte sie verschiedene Projekte der Trauerbegleitung im palliativen Kontext in Borken, Coesfeld, Gescher, Havixbeck, Münster und Rheine.

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